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Physikalische Bedrohungen in Server-Räumen und was Sie dagegen tun können!
Geschrieben von: David Wright    Mittwoch, den 07. April 2010 um 18:52 Uhr    PDF Drucken E-Mail
ServerraumsicherheitHeute wird immer mehr Zeit und vor allem Geld in die Abwehr digitaler Bedrohungen investiert wohin gegen physikalische Bedrohungen völlig unbeachtet bleiben. In wenigen Fällen ist wenigstens eine Klimaanlage sowie ein gesicherter Zugang zu den Servern, im besten Fall durch ein verschlossenen Raum, vorhanden.

Während digitale Bedrohungen wie Hackerangriffe oder Virenattacken auf der Netzwerkebene wirken, setzen die physikalischen Bedrohungen an der Basis der Datencenterabsicherung an.

Zu ihnen zählen sowohl äußere Sicherheitsbedrohungen wie Diebstahl, Spionage, Sabotage oder Feuer als auch infrastrukturelle beziehungsweise technische Bedrohungen. Die Absicherung dieser so genannten verteilten physikalischen Bedrohungen erfolgt einerseits durch integrierte Sensoren innerhalb der Einzelkomponenten wie USV-Module oder Kühlungseinheiten, andererseits durch zusätzliche Sensoren, die innerhalb des Datencenters platziert werden.

Mit der nachfolgende Tabelle möchte ich Ihnen die verschiedenen Bedrohungen, Folgeschäden und entsprechende Sensortypen vorstellen:

 
Bedrohung
Definition
Folgeschäden
Sensortypen
       
Lufttemperatur
 
Lufttemperatur in Räumen, Racks und Geräten
 
Geräteausfälle und kürzere Lebensdauer durch Überhitzung und / oder zu starke Temperaturschwankungen
 
Temperatursensoren
 
Luftfeuchtigkeit
 
Relative Luftfeuchte in Räumen und den Racks
 
Geräteausfälle durch starke statische Ladungen an Punkten mit niedriger Luftfeuchtigkeit, Kondensation an Punkten mit hoher Luftfeuchtigkeit
 
Feuchtigkeitssensoren
 
Flüssigkeitslecks
 
Lecks in Kühlkreisläufen
 
Flüssigkeitsschäden an Boden, Geräten, Verkabelung, Hinweis auf fehlerhafte Klimaeinheit
 
Lecksensoren
 
Bedienungsfehler / unautorisierter Zugriff
 
Unbeabsichtigte Fehlbedienung durch Personal, unautorisierter oder gewaltsamer Zugang mit Schadensabsicht
 
Geräteschäden und ausfälle, Datenverlust, Diebstahl und Sabotage
 
Digitale Videokameras, Bewegungsmelder, Öffnungssensoren für Rack- und Raumtüren, Glasbruchsensoren, Vibrationssensoren
 
Rauch / Feuer
 
Elektrisches oder konventionelles Feuer
 
Geräteausfälle, Verlust von Daten und Ausstattung
 
Rauchsensoren
 
Kritische Luftverschmutzung
 
Flüchtige Chemikalien, z. B. Wasserstoff aus Batterien oder Partikel (Staub)
 
Bedrohungen für das Personal und/oder Beeinträchtigung der USV-Absicherung durch den Austritt von Wasserstoff, Geräteausfälle aufgrund von erhöhter statischer Elektrizität und durch Partikel verstopften Filtern/Lüftern
 
Chemikalien- / Wasserstoffsensoren
Staubsensoren

Quelle: PCWelt

Schon mit einfachen Mitteln lassen sich aktive Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit Ihrer IT-Infrastruktur herstellen. Zum Beispiel durch Videoüberwachung und Bewegungsmeldern. Aber auch Klimatisierung von Serverschränken kann für eine längere Lebensdauer Ihrer Systeme und somit weniger Ausfällen führen.

Sie haben Fragen? Gerne beantworten wir Ihnen alle Fragen Rund um das Thema NCPI Sicherheit - nicht nur auf digitaler Ebene.

 

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